Rad-Sport-Verein Unna 1968 e.V.

Nachwuchs des RSV Unna glänzt beim Rennen in Hamburg


Erstmals traten die Nachwuchssportler des RSV Unna gegen internationale Konkurrenz an. Beim U17/U15 Etappenrennen Youngclassics in Hamburg zeigten die sechs RSV-Rennfahrerinnen in allen Etappen hervorragende Leistungen, zumal nur Marie Wember dem U17 Jahrgang angehört und die weiteren Fünf in der U15 Klasse starten. Umso erstaunlicher war es, dass sich Josefine Wendel, Nuria Müller, Helene und Mathilda Schulze-Hesselmann und Mathilde Adden vor einem Großteil der U17 Mädchen platzieren konnten. Selbst im Einzel- und Teamzeitfahren fuhren die RSV-Sportlerinnen auf vordere Plätze. In der Gesamtwertung belegte Josefine Wendel den dritten Platz. Nur zwei U17 Fahrerinnen aus Thüringen waren etwas schneller als sie. Auf der letzten Etappe verteidigte das RSV-Sextett den zweiten Platz in der Mannschaftswertung souverän.  Für das einzige Vereinsteam unter den Landesmannschaften war das ein Riesenerfolg, an dem auch die Betreuer Hendrik Schulze-Hesselmann, Dominik Wendel und Tobias Müller großen Anteil hatten. 

Auch die beiden U17 Jungen des RSV zeigten im Youngclassics-Wettbewerb gute Leistungen. Jonah Thielemeier musste allerdings innerhalb der NRW-Mannschaft viel Teamarbeit verrichten. Für ihn war die Rundfahrt daher mehr eine wichtige Vorbereitung auf die Deutsche Teammeisterschaft in zwei Wochen. Jonathan Müller fuhr in allen Etappen vorne mit und belegte im Gesamtergebnis der Teams des jüngeren Jahrgangs den zweiten Platz, der ihm einen Platz auf dem Siegerpodest einbrachte. Nun gilt es für die Jungen und Mädchen beim wichtigsten Jugendetappenrennen, der Kids-Tour in Berlin am Wochenende, das hohe Leistungsniveau noch einmal abzurufen. 

Lucas Liß fährt derzeit von Erfolg zu Erfolg. Erstaunlich ist, dass er das erforderliche Trainingspensum neben seinem Polizeidienst schafft. Bei der Deutschen Derny-Meisterschaft im bayerischen Niederpöring zeigte der Ex-Bahnweltmeister schon im Vorlauf auf der schnellen Zementbahn zusammen mit seinem Schrittmacher Andre Dippel eine große Leistung, die mit der Endlaufteilnahme belohn wurde. Im Endlauf gelang es vier Gespannen unter Führung von Liß das gesamte Feld zu überrunden. Erst auf dem letzten Kilometer musste er dann aber dieser langen Führungsarbeit Tribut zollen. Im heißen Endspurt verlor er kurz den Windschatten seines Dernys und kam so auf den undankbaren vierten Platz, ganz knapp an den begehrten Medaillen vorbei. Von allen Seiten wurden ihm aber zu seiner mutigen Fahrweise anerkennende Worte ausgesprochen, sogar vom Bundestrainer. 

Eine besondere, eigentlich nicht nachzuvollziehende Leistung schaffte der RSV Unna Fahrer Björn Holzapfel. Beim Uraltrennen Paris-Brest-Paris über 1.200 Kilometer !!! ging der Extremsportler mit 8.000 weiteren Mitstreitern in Paris an den Start. Nach 47 (!) Stunden kam er unter dem Jubel der Zuschauer in der französischen Hauptstadt als 16. ins Ziel. Da kann man nur staunen und gratulieren. 

Foto (von links): Nuria, Helene, Mathilde, Marie, Josefine und Mathilde glänzten in Hamburg

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